Varianten des Logistik-Outsourcing

Im Rahmen einer Make-or-Buy-Analyse gilt es zu prüfen, welche Outsourcing-Varianten für die Ausgliederung der Logistik infrage kommen. Hier finden sie mögliche Varianten mit einer kurzen Charakterisierung. 

Internes Outsourcing – Personal (Inhouse Outsourcing)

Bei dieser Alternative bleibt die Betriebsstätte im Besitz des auszuschreibenden Unternehmens. Der ausgewählte Dienstleister übernimmt lediglich das Personal für definierte Leistungsumfänge. Diesbezüglich kann eine Vermietung der Lagerflächen seitens des ausschreibenden Unternehmens geprüft werden. Eine Vermietung macht aber nur Sinn, wenn einerseits Lagerkapazitäten vorhanden sind und der Dienstleister die Flächen auch für weitere Kunden nutzen kann.

Internes Outsourcing – Personal und Betriebsstätte

Die festgelegten Leistungsumfänge sowie die Betriebsstätte gehen an den Dienstleister über. Die Attraktivität der Betriebsstätte muss berücksichtigt werden, um einen Multi-User-Betrieb durchführen zu können. Für die Gebäude kann ein separater Investor gefunden werden, der die Immobilie anschließend wieder vermietet.

Externes Outsourcing – Personal und Betriebsstätte

Die gesamten Logistikaktivitäten gehen an einen Dienstleister über, der die Leistungen in seiner Betriebsstätte erbringt. Frei werdende Kapazitäten können für andere Aktivitäten genutzt werden (Flächen für Produktion). Fallbedingt kann der Dienstleister, gerade im Hinblick der Neuerrichtung einer Immobilie, diese an einen Investor übertragen, der anschließend die Immobilie wieder vermietet.

Gründung einer Tochtergesellschaft

Eine weitere Überlegung ist die Ausgründung der eigenen Logistik in einen separaten Betriebsteil. Auf diese Weise können bereits erste Potenziale (Tarifentgelte, Arbeitszeiten) erschlossen werden. Darüber hinaus können die erbrachten Leistungen auch Dritten angeboten werden.

Joint Venture

Ein Joint Venture bietet die Möglichkeit eine rechtmäßige eigenständige Gesellschaft zu gründen, an der 2 oder mehr Vertragsparteien mit ihrem Kapital beteiligt sind. Alle Partner bringen neben ihrem Know-how (Prozesse, Technologie) u.a. auch Betriebsanlagen ein. Ein Joint Venture basiert auf der Philosophie von Kooperation und Autonomie.

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