Kalkulation Logistikkosten

Im nachfolgenden Abschnitt beleuchte ich verschiedene Punkte, die Logistikdienstleister bedenken müssen wenn sie Leistungspreise kalkulieren müssen.

Logistikkosten kalkulieren zu müssen heisst, genaue Kenntnis über Prozesse und Kosten zu besitzen. Die Vorteile einer prozessorientierten Kalkulation liegen auf der Hand:

  1. Sie wissen, mit welchem Kunden sie Geld verdienen.
  2. Sie wissen, wann sie aus dem Preispoker aussteigen müssen.
  3. Sie wissen, wo sie Optimierungen ansetzen müssen und wie sich diese auf die Kosten auswirken werden.

Branchenriese Amazon hat mit seinem “Fulfillment by Amazon” sicher Maßstäbe gesetzt. Auch ich bin ein Freund von prozesskosorientierter Abrechnung. Es wird jener Aufwand kalkuliert, der tatsächlich je Prozess anfällt.

An die Prozesskostenrechnung muss man als Dienstleister spätestens dann ran, wenn Kunden Preispositionen abfragen, die nicht der Abrechnung des Dienstleisters entsprechen. Grundsätzlich sehe ich 2 Herangehensweisen:

[1] Kalkulation von Multi-User-Anwendungen

Bei einer laufenden Logistiklösung überprüfe ich das angewandte Preismodell. Stimmen die Kosten je Position mit dem laufenden Kosten des Lagerbetriebs überein? Und werden dem Kunden diese Kosten tatsächlich berechnet? Des Weiteren überprüfe ich die Grenzen der Lagerabwicklung (Volumen, Durchsatz, Gewicht, Auftragsstruktur).

  • Aufnahme der relevanten Prozesse für die geplante Abwicklung
  • Kalkulation der notwendigen Zeiteinheiten je Prozess
  • Kalkulation der dazugehörigen Kostensätze
  • Berücksichtigung weiterer Nebenkosten (IT, Abschreibungen, Overhead, Energie)
  • Berechnung der Prozesskosten (mengensimuliert)

[2] Kalkulation von Dedicated-User-Anwendungen

Für ein “grüne Wiesen Projekt” führe ich die gesamte Lagerplanung durch und ermittle die wichtigsten Kostenpositionen. Darüber hinaus zeige ich auf, wie Wachstumsvorgaben der Kunden realisiert werden können und welchen Einfluss sie auf das Preismodell haben.

  • Erstellung Mengengerüst und Wachstums-Szenario
  • Durchführung von Kapazitäts- und Prozessplanung
  • Kalkulation Personalaufwand je Prozess
  • Ermittlung der Nebenkosten (IT, Abschreibungen, Overhead, Energie)
  • Ermittlung der Prozesskosten (mengensimuliert)

 

 

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